Was ist das Evangelium von Jesus Christus?

Diese Botschaft ist persönlich an Dich gerichtet! Sie ist Gottes frohe Botschaft von Jesus Christus.
Investiere 10 Minuten deines Lebens um zu hören, was Gott Dir zu sagen hat! 

 [Original: "What is the gospel?" von Paul Washer - Sprecher Übersetzer]
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Text zum Video:


Alles beginnt mit einem gerechten Gott

 Das Evangelium beginnt mit Gott. Unser Problem geht auf das Wesen Gottes zurück. Gott ist gerecht, Gott ist heilig. Gott kann seinen Charakter nicht verbiegen, er kann nichts tun, was gegen sein Wesen ist. Er ist ein gerechter Gott. Nun, das ist eine gute Sache, denn es wäre furchtbar, wenn dieses Universum von einem bösen Gott geschaffen wäre. Wenn der allmächtige Gott böse wäre, so wäre das schrecklich. Es ist gut, dass Gott gerecht ist.

Aber darin liegt für uns ein Problem: Wenn Gott gerecht ist, was soll er dann mit uns anfangen? Lasst mich euch das Problem, von dem ich spreche, ein wenig darstellen. Vor ein paar Jahren war ich in Europa, um an einer Universität zu sprechen, und ich wusste, dass so die Menschenmenge in diesem Hörsaal gegen mich sein würde. Sie hatten die Vorstellung, wie ich als Konservativer mit einer Art puritanischen Botschaft vor sie treten würde um ihnen ins Gewissen zu reden. Und als ich auf die Bühne lief, betete ich ernsthaft „Herr, bitte hilf mir!“. Ich denke, ER gab mir daraufhin ein wenig Weisheit.

Die erschreckendste Wahrheit über Gott

Ich schaute auf diese Menge von Studenten und sagte: „Ich möchte heute mit euch über die erschreckendste Wahrheit der Bibel reden“. Und ich machte Andeutungen und warnte sie, und sagte, „ich werde euch jetzt die schrecklichste Wahrheit mitteilen, die jemand bzgl. Gott erkennen kann“. Wo sie dann alle vor Spannung auf der Stuhlkante saßen, schaute ich in die Menge und sagte: „DAS ist die schrecklichste Wahrheit der Bibel: Gott ist gut.“ Und da fingen sie an mit kichern und lachen und meinten: „Wo ist das Problem?“ Einige der jungen Leute meinten: „Was ist das Problem mit einem guten Gott? Wieso sind das schlechte Nachrichten? Warum soll es so schrecklich sein, dass Gott gut ist“?

Was soll ein gerechter Gott mit Sündern tun?

Ich reagierte mit Folgendem: „Es ist schrecklich zu wissen, dass Gott gut ist, weil wir es nicht sind. Was also soll ein guter Gott mit Leuten wie uns tun – mit Sündern? Wir sündigen gegen Gott, gegen einander, gegen die Natur, gegen alles. Die ganze Schöpfung sehnt sich danach, dass über uns Gericht gehalten wird. Wenn Gott wirklich gerecht ist, was soll er dann mit uns tun? Wenn ein gerechter Gott einfach so den Sünder begnadigt, dann ist er nicht länger gerecht. Wenn ein heiliger Gott Sünder zu sich beruft – in seine Gemeinschaft – dann ist er kein heiliger Gott mehr. Und so ist die große Frage in der Bibel: „Wie kann ein gerechter Gott die Gottlosen begnadigen und dabei selbst gerecht bleiben?“ (Spr. 17,15). Wie kann ein heiliger Gott Sünder in seine Gemeinschaft berufen und heilig bleiben? Die Antwort finden wir am Kreuz Christi.

Gottes gerechter Zorn am Kreuz Jesu Christi

Am Kreuz Jesu Christi sehen wir diese außerordentliche, einzigartige Offenbarung der Fülle göttlicher Eigenschaften. Gott ist gerecht, er muss unsere Sünden verdammen – Gott ist Liebe, und so wurde er Mensch – in seinem Sohn – Er lebte er ein vollkommenes Leben als Mensch und dann ging er an dieses Holz (5. Mo. 21,22ff) und nahm dort die Sünde seines Volkes auf sich, alle gerechte Strafe, aller gerechte Zorn Gottes, den wir verdienten, wurde über dem Haupt Christi entladen – so dass der vollen Gerechtigkeit Gottes genüge getan wurde. Nach seinem Leiden sagte Christus: „Es ist vollbracht“ (gr. tetelestai – bezahlt, vollständig beglichen).

Das heißt, ER tat alles, was erforderlich war, um Gottes Gerechtigkeit zu erfüllen gegenüber seinem Volk. ER zahlte den vollen Preis. Es ist sehr wichtig das zu verstehen (Heb. 10,14ff). Er sühnte nicht damit für unsere Schuld, dass die Römer ihn an das Kreuz nagelten, er sühnte, weil der Vater ihm dort unsere volle Schuld anrechnete und „es gefiel dem HERRN, ihn zu zerschlagen“ (Jes. 53,10). Der ganze Zorn des lebendigen Gottes, der dir und mir zustand, kam auf IHN, und er zerschlug seinen einzig geliebten Sohn (1. Mo. 22).

Und dieser litt vollkommen, ER bezahlte die ganze Schuld vollständig, er starb, und am dritten Tag stand er wieder aus den Toten auf. Und nun ist er zur Rechten Gottes „und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!“ (Apg. 4,12). ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh. 14,6). Und niemand kommt zum Vater denn durch IHN. Da ist ein Mittler zwischen Gott und Menschen – der Mensch Jesus Christus (1. Tim. 2,5). Und der Weg zur Errettung ist für alle Menschen Buße und Glauben an diese frohe Botschaft (u.a. Apg. 2,38; 8,12).

Durch Glauben an Jesus Christus und Buße kann ich Gottes Zorn entfliehen

Was meint nun wiederum „Buße tun“? Einige haben es als Sinnesänderung (gr. metanoia) definiert, und das ist es, was das griechische Wort meint, und absolut korrekt. Aber das umfasst so viel mehr, als dir und mir heute bewusst ist. Du denkst: „Okay, Sinnesänderung, klingt ziemlich klar und einfach“ – Einerseits mag es tatsächlich unkompliziert sein, aber ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht. Zumindest, dann wenn du verstehst, was mit dem „Sinn“ gemeint ist. Der „Sinn“ – in der Bibel oft Herz genannt – ist das Kontrollzentrum, der innerste Kern des Menschen. Es meint das Kontrollzentrum des Willens, der Gefühle, des Intellekts, unserer Entscheidungsfindung – was ich damit sagen will, ist Folgendes: Wenn du eine Sinnesänderung hast, wird sich damit auch alles andere verändern.

Lasst mich ein perfektes Beispiel für echte Buße geben: Der Apostel Paulus. Er hatte eine Sinnesänderung. Er war auf dem Weg nach Damaskus mit Briefen und Auftrag zur Christenverfolgung. Paulus glaubte und dachte so: Er dachte, dass Jesus von Nazareth der größte Gotteslästerer gewesen sei, der je über diese Erde gelaufen war. Das dachte er. Und er dachte, dass die Christen eine furchtbare Sekte bildeten, die unbedingt ausgerottet werden müsste. Das war, was er dachte. Und dann, auf dem Weg nach Damaskus, hatte er eine Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Und was passierte? Sein Denken wurde verändert. Seine ganze Realität erwies sich als falsch.

Eine völlig neue Realität

Alles was er über die Realität dachte, sein Weltbild, und besonders seine Sicht auf Gott war letztlich falsch! Er erkannte, dass er falsch lag. Und nun begann er komplett anders zu denken. Und was dachte er nun? Er dachte, dass Jesus der Sohn Gottes und der lang ersehnte Messias ist. Er dachte nun, dass die Christen das wahre Volk Gottes sind, das wahre Israel Gottes (Rö. 2,28). Und weil sich sein Denken veränderte, veränderte sich auch sein Leben. Nach seiner Taufe begann er seinen Dienst, predigte das Evangelium und wurde für den Glauben verfolgt, den er selbst zuvor verfolgte.

Seht ihr, Buße zu tun, ist, zu begreifen, dass all dein Denken deine ganze Sicht der Dinge falsch ist. Und dann siehst du und unterwirfst du dich auch der Wahrheit Gottes, wer er als Gott ist, wer du als Mensch bist und wer Jesus Christus ist, und was er für dich getan hat.

Hast du Buße getan?

Und nun die Frage: Hast du Buße getan? Ist dein Sinn verändert? Hat diese Sinnesänderung zu einer Veränderung deines Intellekts, deines Willens und deiner Gefühle geführt?

Hasst du nun die Sünde, die du einst liebtest? Die Heiligung, die du einst verachtet hast, verlangst du nun nach ihr? Der Christus, der für dich bedeutungslos und ohne praktische Auswirkungen war, schätzt und liebst du ihn nun? Achtest du das Königreich der Himmel auch als einen großen Schatz? Das sind einige Nachweise für ein Werk der Buße an deinem Herzen. Wir sollen nicht allein Buße tun, sondern an das Wort und die Person Jesu Christi glauben. Wir sollen erkennen, dass da nichts in oder an uns ist, was uns retten kann, wie der Liederschreiber sagt: „Gar nichts, gar nichts bringe ich, nur am Kreuz halte ich mich fest.“

Es ist die Erkenntnis, dass du nur eine einzige Hoffnung hast, und die liegt zu hundert Prozent in der Person und dem Werk Jesu Christi. Du weißt, du kannst dich nicht selbst retten, sogar soweit, dass du bei der Vorstellung durch deine eine Art eigener gerechter Werke gerettet zu sein ausrufst: „Nein, nein, nein, niemals! – das ist Blasphemie, nein! Ich bin nur deswegen errettet weil Jesus, der Sohn Gottes, vor 2000 Jahren für mich litt und starb“. Erlösung kommt durch Buße und mittels Glaubens an Jesus Christus zu uns. Und wenn du wirklich an Christus glaubst, dann hast du ewiges Leben.

Aber wie kannst du wissen ob du wirklich glaubst?

Aber wie kannst du wissen ob du wirklich glaubst? Auch wenn du da so etwas wie Bekehrungserfahrung und „Friede von Gott“ und derartige Gefühle gehabt haben magst. Wie kannst du wissen, ob es echt war / ist? Eine Frage, die zu stellen ist, ist ob der Glaube bleibt oder wieder verschwindet. Es sind nicht so die Gefühle, die bleiben, sondern das fortgesetzte Wachstum in der Gnade, in der Tiefe der Buße und des Glaubens. Stück für Stück wirst du verändert, mehr und mehr in das Bild Jesu Christi (2. Petr. S1,3ff). Und nun sagst du: „Bruder Paul, Sündigt ein Christ denn noch?“ Ja, schlimm genug, aber ja. Kann ein echter Christ in (manchmal auch schlimme) Sünde fallen? Ja. Aber hier ist der Unterschied: Ein echter Christ lebt nicht in andauernder und fortgesetzter Fleischlichkeit, in anhaltender Unreife.

Denn die Schrift sagt: „der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, wird es auch vollenden bis auf den Tag Jesu Christi.“ (Phil.1,6). Die Schrift zeigt uns in Hebräer 12 eines der deutlichsten Zeichen einer echten Bekehrung, nämlich, dass Gott über dir mit väterlicher Liebe und Disziplinierung wacht. Er bringt dich zurecht und züchtigt dich, wenn du den Weg verlässt (Spr. 15,10). Nicht etwa, weil er sich dir gegenüber abgewandt hat, sondern weil er dich liebt! Und er wünscht deine Heiligung.

Du siehst, Christ zu werden, meint Anteil an der göttlichen Vorsehung zu haben: Der, der ein gutes Werk in dir begonnen hat, der wird es auch vollenden.

Das Evangelium Jesu Christi

Das ist das Evangelium Jesu Christi – Gott allein ist gerecht, der Mensch ist völlig verdorben und völlig verdient unter göttlichem Gericht. Um solchen Menschen zu vergeben, muss zuerst der Gerechtigkeit Gottes genüge getan werden. Und genau das geschah am Kreuz. Christus nahm den Platz seines Volkes als Stellvertreter im Gericht ein, lud deren Sünden auf sich (durch Anrechnung) und wurde dann unter Gottes gerechtem Zorn um seines Volkes Willen zerschlagen. Und in seinem Tod bezahlte er den vollen Preis, er ist auferstanden aus den Toten (1. Kor. 15) und nun können Menschen von überall auf der Welt auf dem Weg der Buße und des Glaubens an Jesus Christus gerettet werden. Rettender Glaube manifestiert sich im fortgesetzten Werk Gottes der Heiligung im Leben des Gläubigen.

 

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